Die Geologie in der Umgebung

Blick von der Aarnescht in Richtung Grünewald.
Der Raum Niederanven zeichnet sich durch einen abrupten Wechsel des geologischen Untergrundes aus. Dieser Schichtenwechsel vom Luxemburger Sandstein zum Keuper ist im Gelände mit bloßem Auge erkennbar und verantwortlich für das charakteristische Aussehen der Landschaft.

Die Aarnescht inmitten der hügeligen Keuperlandschaft.
Der Luxemburger Sandstein (li2) bildet ein Hochplateau aus, dessen natürliche Bestockung ein Buchenhochwald ist. Es folgt nach Osten der steile Übergang vom Sandstein zum Keuper (km3), über dessen Schichten sich eine offene und leicht hügelige Landschaft ausbreitet, die seit alters her vom Menschen landwirtschaftlich genutzt wird.
Die Geologie der Aarnescht

Geologische Schichten /
km1: Pseudomorphosenkeuper
km2: Schilfsandstein
km3: Steinmergelkeuper
ko2: Rhät
ku: Unterer Keuper
li1: Psilonoten-Schichten
li2: Luxemburger Sandstein
mm: Gipsmergel
mo1: Trochitenschichten
mo2: Ceratitenschichten
Im geologischen Profil zeigt sich, dass der Untergrund der fast vollständig aus Steinmergelkeuper (km3) besteht. Hierbei handelt es sich um ein Gestein, welches im Erdmittelalter vor ca. 200 Millionen Jahren entstand, in einer Zeit, in der sich die großen Reptilien, z.B. Saurier, entwickelten. Im Laufe der Jahrmillionen wurden über dem Steinmergelkeuper wieder verschiedene andere Schichten abgelagert. Hierzu zählen die roten Tone des Rhät (ko2), die grauen Psilonoten- Schichten (li1) sowie der gelbe Luxemburger Sandstein (li2). Nur im äußersten Norden der liegen diese Schichten noch über dem Steinmergelkeuper und bewahren ihn vor Erosion. Im restlichen Teil trugen Wind und Wasser diese mächtigen Schichten jedoch im Lauf der Zeit ab, so dass die darunterliegende Schicht des Steinmergelkeupers wieder zum Vorschein kam.
Steinmergel
Die Steinmergel sind tonige, dichte Gesteine, die rasch verwittern und dabei in scharfkantige Bruchstücke zerfallen. Diese können dann leicht von Wind und Wasser abtransportiert und an anderer Stelle wieder abgelagert werden.
Beim Spaziergang über die Aarnescht sind von der Erosion bloßgelegte Stellen anzutreffen, an denen die charakteristische graue Farbe des Steinmergels zu erkennen ist.